schummerlicht

…und eines Tages zog ein kleines Mädchen ein, das wir Fräulein Smilla tauften.

  • Angeblich spanischer “Siam-Mix”, in Wirklichkeit schlichtweg “Bärchenkatz”.
  • Sie ist die Zimtschnitte zu unserem Zuckerstückchen und ist sich ihrer Süße wohlbewusst. Kleine Diva.
  • Supergesprächig!
  • Das Fräulein ist eine richtige Katze: Mauzt, geschickt, elegant, Thunfisch. Und: Spielen, spielen, spielen.

 

Wirklich witzig: Auf Baldrian und Spieltrieb schielt sie alles in den Schatten!

 

Ich denke immer nur so weit wie ich es mir selbst zugestehe.

Nachdem ich hier schon das ein oder andere Mal etwas veröffentlichen wollte, das im Zusammenhang mit meinen Katzen steht, hier eine Kurzvorstellung einer von beiden, dem Katzer. … Dann habe ich bald keine Ausrede mehr, nicht zu bloggen.

  • Ein ungarischer Riese.
  • Schneeweißes Rosaohr mit den erwärmendsten Eisaugen.
  • Er liebt Käse, Pudding, sein grünes Kügelchen und alles, was seine Körperfarben hat: Weiß und Rosa.
  • Völlig unkätzisch geschickt:  Er fällt über seine eigenen Pfoten und hört wie ne Eins. …Eigentlich wollte er ein Hund werden, hat aber an der falschen Stelle “Hier!” gequäkt. (Mauzen geht nicht.)

 

Nichts auf der Welt gibt mir ein so schönes Gefühl wie diese kleine Plüschmaschine. Gar nichts.

Mit sich selbst eine Grundsatzdiskussion führen ist zum Scheitern verurteilt, wenn keine Seite Argumente hat und Schwarz und Weiß glauben schreiend aufeinander zu rennen zu müssen… bis einer weint: die Liena. Ich.

 

…Gelbgold in meinen Händen, weich, annehmlich.
…Ich wünschte, ich würde so fühlen.

(Meine allererste Mütze. Noch passt sie. ;) )

 

 

 

 

Augen ziehen mich aus.
Ich zieh mich aus für Augen.
Ergibt sich.
Sich ergeben.

aus An:Ziehungskraft von to01

 

Splitter fasern an mir hinab.
Ich verstecke das Stemmeisen
und zücke die Feile.
Feinste Körnung.

Ich fange an.

 

being more than just a summed up thought in a head
a head of everybody else but me


Wieder da. Anders, ganz anders. - Nach weit über einem Jahr habe ich mich entschlossen, meinen Blog wieder zu reaktivieren.

So anders es hier aussieht, so werden sich hier auch andere Inhalte finden. Ich bin sehr froh darüber und glücklich, auch in den alten Texten aufgeräumt und umsortiert zu haben. Weniger froh bin ich darüber, keine alten Kommentare mitnehmen zu können, denn die sind wie vom Erdboden verschluckt… (Anscheinend war ich auf meinem Weg in die Offline-Phase zu radikal. Entschuldigt!)

Das WordPress-Theme basiert auf “tanzaku” von Tripleships bzw. auf einer Version der Grafikdesignerin Stephanie Lai (Thank you!!), das als Grundlage für mein neues virtuelles Zuhause einfach perfekt war. Hier und da werden zwar noch ein paar Dinge hinzugefügt, wie z.B. eine Linkliste und ein paar supertolle Smilies (die Einzigen, mit denen ich überhaupt leben kann), aber das ignoriere ich erstmal und genieße…

Besonders genieße ich übrigens über das Plugin Change Template, das mir ermöglicht ein Tageszeit-basiertes Theme für meinen Blog einzustellen…

In diesem Sinne… Hallo www! :)

(Ich glaube, es ist ganz schön wieder etwas hier zu sein, im Schummerlicht.)

Manchmal, in solch ganz besonderen Momenten…
wenn ich es schaffe mich zurückzulehnen und durchzuatmen…
dann sehe ich die Welt an mir vorbeiziehen und staune.

Dann fühle ich mich als ein einzelner Punkt, inmitten von vielen…
innehaltend in der Geschäftigkeit.
Ich Beobachter des Lebens. Ich Schaulustiger.

Manchmal, in den meisten dieser Momenten…
wenn ich es schaffe mich zurückzulehnen und durchzuatmen…
dann sehe ich die Welt an mir vorbeiziehen und verzweifle.

Dann fühle ich mich als einzelner Punkt, zurückgelassen von vielen…
stagnierend in der Bewegung.
Ich Rest des Lebens. Ich Verlassener.

Früher glaubte ich, dass alle Menschen einem Ganzen entgegen gehen.
Ich glaube an etwas, das gut ist, ohne Gott zu sein. Ich glaubte an die Liebe.

Momentan lerne ich, dass das falsch war.

Ich möchte glauben, dass jeder für sich gut geht und ganz ankommt.
Ich möchte an mich glauben, ohne abzuheben. Ich möchte lieben.

Deine Augen waren wie warmer Sommerregen auf meiner nackten Haut.

“Wenn ich nur alle Zeit hätte, um diesem Sonnenaufgang die Aufmerksamkeit zu schenken, die sein Konzept verdient… Ich wünschte, ich könnte seine fast unmerklichen Bewegungen beobachten und dabei jede seiner Farben behalten… Dann würde das allerdings schnell ausarten und meine Sehnsucht nach Farben würde zu einer Sucht werden. Dann bräuchte ich eine Therapie, um den Himmel nicht in Monochromie zu stürzen und zu verhindern, dass andere diese Farben nie zu Gesicht bekommen… Aber meine bis dahin gesammelten Farben, die würde ich behalten.”, denkt sie und hält sich an ihrem grünlich blauen Braun-Rot-Grau fest.

Gas geben und losschießen
fahren immer schneller
Gas geben und abheben
Aufbruch immer schneller

fliegen und genießen
atmen immer schneller
fliegen und dahinsegeln
Leben immer schneller

_
es ist wie es ist.
es ist so wie… -
ach, fck dch herzlich.
fck dch ns kne.

An sich vorbeileben.

Still ist es geworden. Nur hin und wieder eine leise Bewegung. Leben, das sie fühlen lässt. Gefühle, die undefiniert sind. Undefiniertes, das Freiheit bedeutet. Eine Freiheit, die ich nicht will.

Gleicher Verlauf, gleiche Farben, gleiche Dosis Milch. Andere Konturen von Wald und Wiesen.

Dieser Sonnenaufgang fühlt sich nicht an, wie der letzte. Nicht so schön, nicht in tausend Jahren, wie gesagt. – Dieser Anfang ist traurig, dieser Anfang ist wahr.

Der Schmuck zwischen sachlichen Zeilen. Sie verraten mehr als ihre synonymen Kollegen aus den Wörterbüchern zusammen… Sie sind gefühlvolle Gedanken, Wünsche, Träume, Ängste. Sie offenbaren gelebte Erfahrungen ihres Autors. Mit ihnen wird das eigene Leben niemals zum Sachbuch.

Sie tippt, sie sitzt, sie atmet, sie existiert. Sie denkt, denkt nicht; fühlt, fühlt nicht. Sie merkt nach dreieinhalb Stunden Kopfhörer in den Ohren, dass sie vergessen hat, auf Play zu drücken. Sie ist irgendwo dazwischen mit Tendenz nach Nichthier und Weitweg.

Die Welt steht still, bei 160km/h.

Ich nehme das Verlaufswerkzeug und ziehe eine Fläche mit einem Verlauf von Stahlblau nach Eidottergelb auf. Ich schummel eine Spur Grün und eine Spur Orange hinzu und platziere eine digitale Milchstraße mit ordentlich Weichzeichnung. Ich importiere scharfe Scherenschnitte von Wald und Wiesen.

Fertig ist die virtuell-charakterlose-quick’n'dirty Version eines realen Sonnenuntergangs. Nie so schön, nicht in tausend Jahren.

Ein Himmel aus hellblauer Milch über Hamburg. Die Sonne scheint sonnig gelb und sanft über die Charakterbauten der Stadt. Die Stadt erwacht langsam aus ihrem täglichen Dornröschenschlaf, ohne anstrengend zu werden. Hier sind Menschen sogar nett, wenn die Uhr nicht mal neune schlägt.

Dieser Tag wird ein guter Tag. Er fühlt sich so gut gelaunt an. Ich glaube, er hat gut geschlafen.

Circa drei mal zwei Zentimeter groß stehen Freundschaft und Liebe auf meinem Tisch, dreifache Ausführung. Grinsend, schmunzelnd, den Schalk im Nacken.

Passen auf mich auf. Sind für mich da. Kunststoff-Stückchen mit Seele, Plastik mit Charakter.
Drei kleine Jungs. Meine.

Circa viel größer und allgemein groß standen Freundschaft und Liebe gestern neben mir, hier, in Hamburg, dreifache Ausführung. Grinsend, schmunzelnd, den Schalk im Nacken.
Holten mich ab. Waren da. Ganz real am ersten Tag des zweiundzwanzigsten Jahr.
Drei große Jungs. Meine.

Vor zwei Jahren lagen sie noch versteckt unter vielen Schichten. Dann befreite ich sie und spürte sie seitdem fast täglich unter meinen meist nackten Füßen. Ich genoss das Gefühl des über hundert Jahre alten Holzes und war ein kleiner Teil ihrer Geschichte. Ich liebe sie.

Jetzt sitze ich auf besagtem Boden, obwohl ich mich auch an meinen Schreibtisch oder auf mein Sofa setzen könnte. Ich möchte etwas von dem Auszugsgefühl spüren, ohne das ich mich erfahrungsgemäß schlecht woanders wieder einlebe und wohlfühlen. Ich brauche eine Art Abschied vom Zuhause, auch wenn dieser jetzt ja nur einer auf Zeit sein wird.

Ich bin schon sehr oft umgezogen, aber noch nie hat ein Zimmer bei Auszug nicht auf ein Tschüss geantwortet. Es ist das erste Mal, dass meine Möbel zurückbleiben. Allein dadurch wird dieser Umzug zu etwas Neuem…

Morgen werde ich zum Nordlicht für ein knappes halbes Jahr. Jeder schwärmt von Hamburg, der mal dort war. Und diese Jeden meinen sofort zu begreifen, warum es für mein Praktikum unbedingt diese Stadt sein musste – aber keiner versteht es, nicht mal ich selbst richtig.
Es war so ein… innerer Drang. Irgendetwas, wodurch ich wusste, dass ich dahin möchte. Nicht die Schönheit Hamburgs war der ausschlaggebende Punkt, denn die habe ich erst bei meinem zweiten Besuch gesehen, als mein Praktikum quasi schon in trockenen Tüchern war. Noch verstehe ich’s nicht, aber vermutlich in einem halben Jahr.

Tschüss, Darmstadt!

… und packe ein:

- mein äußeres Ich.
- Pflegeartikel meiner Existenz.
- einen Zugang zur virtuellen Welt.

Das innere Ich zieht später um. Aktuell kann sich’s noch nicht vom Hier und Jetzt trennen. Ich hoffe, es freundet sich mit Bald an und fühlt sich dann nicht mehr so zerissen und mit Auf-Zeit auch in Hamburg wohl.

“Wenn ich groß bin, möchte ich Frühaufsteher werden.” Liena unterbricht den Morgen und erklärt ihrem überraschten Gegenüber weiter: “Ja, einfach mal mehr vom Tag haben. Bis zum Mittag das Wichtigste geschafft. Sowas.”

Nathalie blickt in das entschlossene Gesicht der kleinen Sie, die vor Tatendrang und Energie nur so strotzt. “Ich bin überrascht”, antwortet sie nachdenklich. “Ich dachte, die Nacht ist dein und das Verlassen des Bettes vor Mittag ein Frevel.”

[ Ein Haus mit Charakter links. Beton über und über, Plakate als zweite Haut, unterbrochen von anderer Kunst. - Sein Bruder hier. Besetzt von anderen Menschen, ausgestattet mit Nostalgie, beseelt von schöner Musik, verwöhnt von Kaffee. - Liena, ganz Rebellin, mit frisch gepresstem O-Saft in der Hand, gemütlich im Sessel. ]

Ich fühl mich wohl.

professionelles Versteckspiel der Menschenskinder.

Wäre ich nicht ich, sondern jemand mit meinen Augen, dann könnte ich Augenzeuge sein, beobachten, sehen; die Augenblicke, in denen glücklich-strahlende Frauenaugen sich mit glücklich-strahlenden Mädchenaugen duellieren. – Gewinner unnötig. Völlig.

Ich hatte es gesagt und geschrien. In den verschiedensten Tonlagen und mit den unterschiedlichsten Worten versuchte ich ihm klar zu machen, was er gerade im Begriff war zu tun. Ich hoffte, dass irgendeins dieser Neins bei ihm ankommt. Aber er hörte mich nicht. Nicht verbal.

Dreißig Minuten später war er aus meinem Zimmer, aus meinem Haus, aus meinem Leben. Seine Jacke flog zwei Minuten später hinterher. Seine Nummer am Abend, als ich mich von dem Schock langsam erholte. Die Erinnerung an diesen furchtbaren Besuch fliegt sicher nie.

Innerhalb der letzten zwei Stunden wagten geschätzte sieben Wörter, den Weißraum dieses Schreibfeldes zu durchbrechen – vergebens. Keines dieser sieben durfte länger als Augenblicke verweilen, weil nicht so schön, nicht so hässlich, nicht so das, was ich möchte. Einfach nichtssagend.

Wir sehen uns an und lächeln an unseren Unsicherheiten vorbei in die Augen des Anderen.

Ganz nah bei mir bist du, warm auf wärmer.
Ich falle sanft in deine Arme. “Ich hab dich,” sagst du liebevoll und oft, damit ich endlich begreife und behalte, dass alles gut ist. …und der Klang der schönsten Worte brennt sich in meine kleine Welt.

Majestätisch klitzeklein, bettelarm trohnend.
Unbezahlbar günstig, ein Luxusgut, lohnend.
Sicherer Traum, unwahrscheinlich real.
Geschlechtslos menschlich, pur emotional.

Warme Herzen im Eis, die Hitzezeit kühl.
Windstille in Rage, Wirbelsturm mit Gefühl.
Konkretes greifbar unfassbar.
Abstraktes gegenständlich unklar.
Sorgenleeres Kind, bedarfter Erwachsener.
Verspieltes Gebrechen, steife Jugend.
Hartes Wattewölkchen, federweicher Stahl.
Treibender Kuschelfick, romantisch ohne Wahl.
Peitschender Sommerregen, liebkosende Sturmflut.
Enttarnende Ritterrüstung, schützendes Blut.
Verschnörkelter Neubau, Lineatur der Nostalgie.
Entfesselte Freiheit und gefangene Phantasie.

Vom Aussterben erst bedroht, wenn es kein Gefühl mehr gibt.

Gedanken purzeln aus mir, jungfräulich und nicht fertig gepuzzelt. Ich rede liebenswertes, verwirres, abstraktes und doch sehr eindeutiges Zeug. Wir lachen gemeinsam über mein glückliches Herzchen ohne Kopf… .

Minutenlanges Schweigen, dann mhhh’e ich lächelnd vor mich hin. Ihm muss ich nichts erklären, er begreift und freut sich für mich. Schmunzelnd schlägt er vor, einfach mal den ganzen Tag glücklich zu sein. Durch’s Zimmer hüpfen, Kekse bewachen und Kakao trinken.
Und ich gebe ihm recht und tue wie geheißen.

(Und ich weiß wieder mal, wieso ich ihn so sehr liebe.)

Regen tropft vom Vordach. Ein lieblicher Rhythmus, der mein Lächeln begleitet… auf meiner Gedankenreise nach irgendwo… auf Traumtänzerei, die gut tut… auf guter Laune, die strahlt.

Vor mir ein weiter, goldener Schein und um mich herum ein schwärzestes Dunkel.
Ein Reh, ein Igel, schon vorbei. Es bleibt mir ein Streifen Nachtblau, lichtfunkelnd.
Ein Lichtpunkt auf dem Weg nach Haus. Begleitet vom Motor, besungen von mir.
Zerstreut und stierend geradeaus, in Gedanken vertieft, die Gedanken nicht hier.
…Gedanken nach vorn. Gedanken zurück. Gedanken überall.

So viel gedacht, gesehen, gefühlt.
Aber das Erlebte steckt fest und schafft es nicht ins Leselicht…

… kreische ich innerlich, während ich genüsslich die Überreste deiner Existenz und Teile meiner DNS vom Tisch kratze… .

Ich fühle mich gerade wild wie ein Cowboy nach einem erfolgreichen Coup: die Augen zu Schlitzen verengt, ein schadenfrohes Grinsen auf den Lippen, das Bier parat. Und im roten Sonnenuntergang tippe ich diese Zeilen… Nur die Tatsache der fehlenden Männlichkeit, die FlipFlops an den Füßen und die allgemeine Abwesenheit von klassischen Prärie-Indiandern könnten dieses unglaubliche Gefühl der Überlegenheit und Macht jetzt noch erschüttern. – Nur gut, dass ich daran jetzt nicht denke und mich voll auf die Herrlichkeit meiner selbst konzentriere.

…Hrhr! Heute Nacht wird eine gute Nacht… Mistviech!!!

Wenn man schon so weit ist, dass man sich Gedanken um die Gedanken macht, dann sollte man sich Gedanken machen.

zusammen allein.
bei einander weit entfernt.
schweigend erzählend.

Spürst du die Welt, wie sie sich dreht? Um uns herum, sehr fern, nicht laut?
Fühlst du das Licht, das sich bewegt? Fast liebevoll, auf deiner Haut?

Wir müssen nicht aufstehen, nicht irgendwo sein. Wir haben alle Zeit.
In meinem Bett, nur du und ich, allein zusammen. Zu zweit.

Begleitet von Zucker der süßesten Art. Schönster Klang des schönsten Stücks.
Und uns umgibt, ganz fein und zart, der schüchternste Moment des Glücks.

Kopf wegen Überfüllung geschlossen.

Du kennst mich ein Drittel meines Lebens. Gefühlt aber kennst du mein ganzes Leben. Und was du doch nicht von mir weißt, das würde ich dir erzählen. Ehrlich und unverblümt, auch wenn’s vielleicht schwer fällt. Ich habe keine Angst, mein Gesicht vor dir zu verlieren. Du kennst mich ohne Gesicht. Die hässlichen Seiten, wie die guten. …Seelischer Striptease.

Du bist sowas wie mein Fels in der Brandung. Eine Institution. Fester Bestandteil meines Lebens, den ich nicht missen möchte.
Wenn alles schief geht oder die Welt gemein zu mir ist, dann bist du da. Selbst wenn du nicht physisch anwesend bist oder nicht mal weißt, dass es mir schlecht geht. Sogar nach monatelanger Funkstille. …Einfach da. Immer.

Du stellst keine falschen Fragen im falschen Moment, nur die richtigen an der richtigen Stelle. …Du bist nicht falsch, sondern genau richtig. Jemand, in dessen Armen ich einschlafen und wieder aufwachen kann. Vor dir flüchte ich nicht mal unterbewusst im Schlaf. …Denn du riechst nach Freundschaft und Vertrauen.

Ich bin so unendlich froh, dich zu haben.

Ich würde für dich wieder alles Geld zusammenkratzen und auch ans Ende der Welt fliegen, nur um bei dir zu sein, wenn du mich brauchst.

Ich will, dass du das weißt.

UG____Sperrzone
EG____Restaurant – Speisen, Getränke, Knabbereien
1. OG__Kinderparadies – Spiel, Spaß und Spannung
2. OG__Wellness – Genuss, Entspannung
3. OG__Denkzentrale – Philosophensolos, Analysen, Gehirnfickerei
4. OG__Krankenstation – Kaputtes, Abgedrehtes, Verzweifeltes


Liebe Gäste,

Besucher der Krankenstation werden gebeten, die Patienten nicht zu füttern.
Treten Sie den Betten bitte nicht zu nahe und vermeiden Sie hektische Bewegungen. Patienten spucken und beissen in Ausnahmefällen.
In einer Gefahrensituation drücken Sie den roten Knopf, legen Sie sich auf den Boden und warten Sie. Hilfe naht!

Tragen Sie sich bitte grundsätzlich beim Betreten und Verlassen der Station in den Besucherlisten ein/aus.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß bei uns.

Das Pflege-Team

Er ist so gescheit. Schon lange im Vorraus weiß er, was passieren wird. An Punkten, wo ich hänge und hin und her überlege, da ist er schon zehn Schritte weiter. Er weiß einfach, wo’s lang geht. Eigentlich.
Momentan plappert mein Bauch wirres Zeug und das macht mich wahnsinnig. Mal sagt er “ja, auf jeden Fall”, im nächsten Moment schreit er angewidert “nein, nein!”. – Was soll man davon halten?

Gerade überfordert mich die Welt und mein Bauch trägt kontraproduktiv zu meinem Wohlbefinden bei.
Eigentlich ist alles ganz super. Mit warmen Tönen und Wattewölkchen und so Zeug. .. bunt und flauschig. Aber wie immer läuft das meinem Kopf zu gut und er terrorisiert mich erfolgreich mit Gehirnfickerei, die ich echt nicht brauchen kann. Ich will doch nur genießen, was wirklich toll ist. – Und mein Bauch lässt mich einfach im Stich und macht einen auf krank. Gerade, wenn’s wichtig wird – is klar, ne?

Entweder suche ich mal ein paar Therapieplätze, für mich, meinen Kopf und meinen Bauch. (Oder sollte ich “meine Bäuche” sagen? Momentan ist der nämlich zwiegespalten wie Engelchen und Teufelchen. Multiple Persönlichkeit? [...] )
…Oder ich schick uns Drei bzw. Viere mal in den Urlaub… Vorzugsweise mit getrennten Schlafzimmern.

Im dritten Stock des Hauses gegenüber, im zweiten Fenster von rechts, da geht das Licht an. Ein Kopf guckt raus. Nach links, nach rechts. Der Schatten steht da eine ganze Weile und verschwindet dann kurz, um als ein größerer Schatten zum Fenster zurück zu kehren. Er passt kaum noch durch’s Fenster, so groß ist er. Der Schatten kämpft mit sich.- Dann, ein Ruck! Und er ist durch. Und er fällt… und fällt… was war das?? – Ich stehe auf, gehe zu meinem Fenster und schaue auf die Straße.

Drüben, im dritten Stock des Hauses gegenüber, im zweiten Fenster von rechts, da steht ein Mensch und winkt. Ich winke zurück und bin irritiert. Dann verstehe ich: Darmstadt feiert eine Woche früher als die Schweden. Ganz still und heimlich und ohne gelb/blaue Werbung, nachts um halb eins. – Ich muss lachen und der schatten drüben hält den Daumen hoch. Ich winke noch kurz, mache dann die Vorhänge zu und gehe ins Bett… auch ganz still… und heimlich.

deine treuen augen.
deine tiefe stimme.

deine feuchte schnauze.
dein braunes fell, das in der sonne gold schimmert.
deine haare auf meinen klamotten.
deine plüschigen pfoten.
dein schiefer gang.
dein trippeln auf den küchenfliesen.

deine wärme, wenn ich friere.
deine nähe, wenn ich zuneigung brauche.
deine unverbindliche gesellschaft.

deine vorwurfsvollen blicke, wenn ich des nachts nach hause komme.
dein müdes blinzeln, wenn ich dann auch noch die frechheit besitze, das licht anzumachen und dich zu blenden.

dein zufriedenes schnaufen, wenn du dich an mich kuschelst und einschläfst.

dein absolutes vertrauen.
deine liebe.

du fehlst mir so sehr.
keiner ist so toll wie du.